In der letzten Woche ist nicht wirklich viel passiert hier, außer zur Uni wandern und nach Autos suchen bis lang leider noch ohne Erfolg. Ich hoffe das wir in den nächsten Tage endlich etwas finden, was unseren Vorstellung entspricht…
Es gibt also kaum was zu berichten, deswegen werde ich gleich zum WE übergehen.
Der erste Montag im September ist der amerikanisch Labor Day (also „Tag der Arbeit“) er wurde 1882 eingeführt um der arbeitenden Bevölkerung einen freien Tag zu verschaffen und ist seit 1894 ein internationaler Feiertag hier. Er wird auch von vielen als das Ende des Sommers betrachtet und somit ist auch das Tragen von Jeans zur Arbeit an Freitagen nicht mehr gestattet. Das lange Wochenende wird von vielen Familien für Kurztrips genutzt und vielen Städten gibt es Feuerwerke und Partys. Und gaaaaaaaanz wichtig für die Amis ist das an an diesem Wochenende offiziell die NFL Saison beginnt. Die Grundregeln dieses Sports sind mit mittlerweile auch geläufig… und der Rest wird mir sicher im Laufe dieses Jahres auch noch klar, wenn ich die Spiele der Cincinatti Bengels verfolge.
Das eigentlich Stichwort des vorherigen Absatzes war auf jeden Fall Party. Am Sonntag waren wir zu einer Labor Day Party bei einem Freund meiner Host eingeladen, der irgendwie ein Haus hat, aber darin noch nicht wohnt und das für die Party zur Verfügung gestellt hatte. Das ganze ging schon um 2 p.m. los, mit einiger Verspätung schlugen wir gegen 3:30 p.m. mit einem Vorrat Becks dort auf. Was immer noch früh genug war. Wir wurden dann auch gleich in eines der traditionellen Spiele dieser Umgebung (Kentucky/Ohio) involviert – Cornhole. Ich versuche mal kurz die Grundidee zusammen zu fassen, Intressierte finden unterm dem Link eine detailierte Beschreibung. Es gibt zwei Teams à zwei Personen und zwei Holzplanken mit einem Loch drinne. Diese werden in einer Entfernung von circa 5 Metern aufgestellt, die Mitglieder eines Teams stehen sich gegenüber neben jeweils einer der Holzplanken. Jedes Team hat 4 mit Mais gefüllt Säcke, diese probiert man so zu werfen, dass sie auf dem Holz liegen bleiben (1 Punkt) bzw. bestenfalls durch das Loch (3 Punkte) fallen. Das System, um die Punkte zu ermitteln ist zwar recht einleuchtend aber ein bissel schwer zu beschreiben. Belasse daher erstmal hierbei.
Viel interessanter war auch das Trinkspiel, was wir danach gespielt haben – Beer pong. Außerdem bestand hier nicht die Gefahr, dass ich nochmal ein Auto abwerfe.
Deutsche haben hier übrigens den Ruf, dass sie viel Alkohol vertragen können, was vielleicht daran liegen könnte, dass unser normalens Bier 2% mehr hat, also das Amerikanische Light Beer.
Zurück zum Spiel, auch hier hat man wieder 2 Teams à 2 Spielern äh Trinkern, 12 Gläser oder besser Becher mit Bier und 2 Ping Pong Bälle. Jedes Team stellt 6 Becher vor sich auf, oder bei Bedarf auch mehr. Man versucht nun mit den Ping Pong Bällen in die Becher des anderen Teams zu werfen, gelingt dies, müssen sie diese trinken. Ziel ist alle Becher des anderen Teams zu treffen, schafft man es, müssen diese zu Strafe auch noch die restlichen Becher des eignen Teams austrinken. Do you know what I mean??? Auf jeden Fall ein sehr witziges Spiel wie ich fand. Später konnten wir uns dann noch bei „Guitar Hero“ mit bunten kleinen Plastikgitarren austoben.
Gegen 8:30 haben wir uns auf dem Weg zum Feuerwerk gemacht, welches von einer Brücke über dem Ohio River gezündet wird. Der lokale Radiosender spielt die passende Musik dazu und alle stellen deren Sender ein. Eine sehr coole Sache wie ich fand, habe auch versucht ein paar Fotos davon zu machen und in mein Web Album gestellt.